Wie selbstverständlich gehen moderne Menschen heute an ihren Computer, wenn sie etwas zu erledigen haben. Das beginnt in der Schule, wenn die Kameraden über einen Messenger zusammen getrommelt werden, um eine Verabredung zu treffen, die Hausaufgaben zu besprechen oder über den Lehrer zu schimpfen. Beinahe jeder verfügt heute nicht nur über eine Mailadresse, sondern ist zusätzlich in sozialen Netzwerken angemeldet, um Kontakte zu pflegen, zu kommunizieren, zu spielen und mehr. Junge Erwachsene nutzen Flirtportale, um einen Partner für eine Nacht oder das ganze Leben zu finden – nebenbei wird eine Überweisung im Online Banking ausgeführt, im Internet nach Stellenangeboten geschaut oder die Kinovorschau aufgerufen. Es gibt beinahe nichts, was im Datennetz nicht realisiert werden könnte – sehr wichtig sind die Bereiche Kommunikation, Recherche und der Einkauf beziehungsweise Verkauf von Dingen aller Art.

Die richtige Online Recherche

Ob für ein Referat in der Schule, während der Vorbereitung eines Onlinekaufs, für eine Reiseplanung oder Buchung: Das Internet ist ein riesiger Schatz an Informationen. Man muss sie nur zu finden wissen, wobei die Suchmaschine hier eine sehr wichtige Rolle einnimmt. Die Auswahl der Suchbegriffe entscheidet, was man angezeigt bekommt. Ein geschichtliches Ereignis, eine Produktart, ein ganz bestimmtes Produkt, zu dem man den genauen Markennamen kennt: So unterschiedlich, wie die Eingabe der Suchbegriffe gestaltet werden kann, so verschieden sind dann auch die angezeigten Ergebnisse.

Shoppingergebnisse werden eigentlich immer angezeigt, denn zu jedem noch so kuriosen Suchbegriff gibt es ein Buch, eine DVD oder einen Artikel, der im Internet gekauft werden kann. Lautet der Suchbegriff „Whirlpool“, wird der User diverse Ergebnisse erhalten. Er bekommt Kaufofferten, aber auch rein informative Seiten angezeigt. Aus diesen Suchergebnissen ist jede Information, sowohl zu den gesundheitlichen Vorteilen, zu den Preisen, zur technischen Ausstattung und zu den Unterhaltskosten heraus zu filtern. Umfassende Recherche bedeutet aber nicht, nach dem Lesen einer Seite schon damit aufzuhören; manchmal ist es gut, sich an mehreren Stellen zugleich zu informieren.

Die meisten Infos im Netz sind gratis; nicht selten finden sie sich sogar auf Verkaufsseiten. So ist der Händler für Gasgrills nicht unklug, wenn er zu den Verkaufsangeboten bezüglich seiner Geräte auch Rezepte, Bedienungsanleitungen und Zubehörlisten anbietet; vielleicht auch ein Lexikon mit Begriffen rund um das Grillen und einen Ratgeber. So wird er dem Kunden nicht nur den Einkauf erleichtern, sondern auch einen Eindruck von Kompetenz und Kundenservice vermitteln.

Ein Kunde, der sich zwar vorgenommen hat, einen bestimmten Artikel zu kaufen, jedoch noch keine Ahnung davon hat, wie sich die Preise gestalten, welche Angebote es gibt und wie es mit Lieferung und Bezahlung aussieht, hat eine längere Recherche vor sich. Hier empfiehlt sich der Vergleich mehrerer Shops, in denen es das entsprechende Produkt gibt. Vielleicht hat gerade ein Händler ein Wasserbett im Angebot, was aber im anderen Shop nicht reduziert ist. Dafür ist das teurere Bett inklusive Lieferung, frei von Versandkosten und somit am Ende günstiger, als das reduzierte Modell im anderen Shop: Nur, wer mit Fleiß an die Recherche geht und auch wirklich alle Details vergleicht, kann am Ende einen günstigen Onlinekauf egal welches Produkts abschließen.

Ein kleiner Ratgeber zum Onlineshopping

Onlineshopping ist eigentlich kinderleicht. Meistens werden alle Einkäufe per Vorauskasse abgewickelt, das bedeutet, der Käufer geht in eine finanzielle Vorleistung. Das ist üblich, weil der Kauf auf Rechnung für den Händler ein großes Risiko birgt. Bezahlung per Kreditkarte oder Online-Bezahlsystem ist ebenfalls meistens im Angebot im Shop zu finden. Der Kunde sucht sich also sein gewünschtes Produkt, etwa eine tolle Dunstabzugshaube für seine neue Küche, aus dem Sortiment im Shop aus. Ist sein Einkauf damit beendet und kommen keine weiteren Produkte mehr in den Warenkorb, geht es an die Zahlung. Nachdem ausgesucht wurde, wie die Bezahlung vorgenommen werden soll, muss die Lieferadresse angegeben werden. Damit ist alles erledigt, bis auf die Bezahlung an sich. Die Überweisung sofort nach dem Einkauf zu tätigen, ist klug, denn die Bestellung im Online Shop wird erst bearbeitet, wenn das Geld beim Händler eingegangen ist. Dieser Vorgang geht dank der schnellen Datenübertragung im Internet aber heute sehr schnell.

Die Händler, die Artikel anbieten, die nach einer bestimmten Größe gekauft werden, wie etwa Kleidung und Schuhe, haben auf ihren Seiten als Zusatzinformation meistens Größentabellen angegeben. Diese helfen dabei, die Zahl der Retouren zu mindern und die Kunden auf Anhieb mit den richtigen Kleidungsstücken zu versorgen. Sicher kann es auch aufgrund farblicher Unterschiede zwischen Shop-Foto und echter Ware zu einem Umtauschwunsch kommen – dies ist aber mit einberechnet und gehört bei wirklich den allermeisten Online Shops zum ganz selbstverständlichen Alltag.

Ein Gesichtspunkt, den man beim gesamten Einkauf im Internet nicht aus den Augen verlieren darf, ist der Preisvergleich. Dies gilt nicht nur für den Kauf von Waren, sondern auch für die Buchungen von Reisen und den Abschluss von Versicherungen, zum Beispiel der passenden Reiserücktrittsversicherung zu einer Flugreise auf die Malediven, die unter Umständen bei einem Reiseanbieter teurer ist, als eine separat abgeschlossene Police bei einem Online Anbieter, der nicht mit einem Reisebüro zusammenarbeitet. Selbstverständlich können sich alle, die den Preisvergleich im Internet nutzen, frei entscheiden, welches Produkt sie kaufen, was für eine Versicherung sie abschließen. Die Portale zum Preisvergleich sind immer nur Empfehlungen – eine Hilfe, aber keine Gewährleistung.

Sicherheit beim Onlinekauf

In der Regel kann es sich ein Online Shop nicht leisten, die Kunden zu verprellen, sie nicht mit vollem Service zu umgarnen. Vor allem im Netz ist die Konkurrenz sehr groß; aus Besuchern, die eine Seite zur Information nutzen, sollen zahlende Kunden werden. Daher spielt auch das Thema Sicherheit für die Shopbetreiber eine gewichtige Rolle. Sie müssen, falls sie zum Beispiel Trachten oder andere größenbezogene Modeartikel verkaufen, damit rechnen, dass die Kunden etwas umtauschen wollen. Sicher wäre es nun möglich, Ersatzware anzubieten. Doch wird es beim Käufer besser ankommen, wenn bei Nichtgefallen einfach das Geld zurück erstattet wird, statt einer Gutschrift, die vielleicht gar nicht mehr genutzt werden kann. Nicht nur beim Verkauf muss daher alles schnell und reibungslos über die Bühne gehen, was bedeutet, Information zum Versand zu verschicken und zugleich auf eine möglichst zeitnahe Zusendung zu achten. Auch bei einem Umtausch sollte eine schnelle und seriöse Bearbeitung der Angelegenheit oberste Priorität haben.

Oft bringen die Kunden einem Onlinekauf auch ein gewisses Misstrauen gegenüber. Dies begründet sich aus negativer Presse, zum Beispiel wenn Betrüger aktiv waren und gefälschte Produkte teuer verkauft haben. Wie soll ein Kunde angesichts dieser Meldungen, die sich aus der Masse der News sicher deutlicher abheben als Millionen täglich ordentlich abgeschlossener Onlineverkäufe, mit einem guten Gefühl Schmuck einkaufen? Die Angst, statt echtem Gold Double angedreht zu bekommen, ist sehr groß; die Unsicherheit nehmen Zertifikate, Kundenrezensionen und Ehrlichkeit in den Angeboten. Hier ist allerdings zu beachten, dass Privatverkäufe, zum Beispiel bei Versteigerungsbörsen, mit besonderer Vorsicht zu genießen sind.

Dienstleister aus dem Internet

Nicht nur in Bezug auf alle erdenklichen Waren, sondern auch beim Finden von Dienstleistern ist das Internet eine grandiose Hilfe. Entweder wird auch hier einfach nach dem Pizzadienst und der Stadt gesucht, oder aber über ein Branchenverzeichnis agiert. Wer beispielsweise eine Detektei sucht, bekommt nun die kleine Firma in seiner eigenen Stadt angezeigt, aber auch den bundesweit agierenden, großen Sicherheitsdienst. Gleichsam kann jede Handwerksarbeit im Netz ausgeschrieben werden; die konkrete Suche nach Betrieben, aber auch das Erstellen eines Angebots, auf das Gebote von den Unternehmen abgegeben werden – beides sind viel genutzte Optionen und damit ein wichtiger Teil der heutigen Wirtschaft.

Selbst online verkaufen – wie geht das?

Nicht für den Einkauf, sondern auch für das Verkaufen eignet sich der Marktplatz Internet in besonderer Weise. Die Millionen Benutzer, die Tag für Tag online gehen, bilden ein größeres Publikum für jedes Verkaufsangebot, als es ein Annoncenteil in der Tageszeitung oder ein Aushang am schwarzen Brett jemals tun könnten. Manche Dinge wird man einfach im Bekanntenkreis nicht los – auf einer Versteigerungsbörse findet sich bestimmt ein Abnehmer, der genau nach diesem Dachbodenfund gesucht hat. Dies ist sicher meist nur ein kleiner Betrag, ein eher unwichtiger Verkauf. Weit wichtiger ist es, wenn Immobilien über das Internet den Besitzer wechseln sollen. Auch hier ist die Zahl der Menschen, die das Immobilieninserat lesen, höher, als überall sonst. Die Verkaufsanzeige – oder das Angebot zur Vermietung oder Verpachtung – kann oft sogar kostenlos online gestellt werden. Natürlich muss sie aussagekräftig verfasst, mit allen wichtigen Details versehen und mit einem Foto kombiniert werden. Hier gibt es Angebote von Seitenbetreibern, sogar eine Wegbeschreibung und Umgebungsdarstellung mithilfe von Google Street View mit dem Inserat zu verknüpfen – ein unbezahlbarer Service, denn so wissen die Kaufinteressenten gleich, worüber in der Anzeige geredet wird.

Auch ein gebrauchtes Auto kann im Internet verlauft werden; hier stehen ebenfalls einige Autobörsen zur Auswahl, die es sehr leicht machen, einen Gebrauchtwagen zu veräußern. Sogar eine Beratung zum Erstellen vom Kaufvertrag, eine Anleitung zum Erstellen des Angebots, eine Suchmaske, um zum Beispiel nach vergleichbaren Modellen und deren Verkaufspreis zu suchen, gehören zum gratis Service, den die Portalbetreiber ihren Nutzern anbieten. Der Handel im Internet boomt, egal, um welche Produkte oder Dienstleistungen es sich handelt und ganz gleich, ob gekauft oder verkauft werden soll. Das Internet ist also längst mehr geworden, als nur ein bequemes Kommunikationsmittel. In der heutigen Zeit wäre es unvorstellbar, das Netz plötzlich nicht mehr nutzen zu können.